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Eheringe


Die Ehe wird immer wieder auch als der Bund fürs Leben bezeichnet. Um diesen Bund für alle sichtbar nach außen zu zeigen, dienen die Eheringe als Beweis für den Bestand der Ehe. Ist er einmal über den Finger gestreift worden, darf er der Tradition zufolge nie mehr abgenommen werden. Denn gehen die Eheringe verloren oder zerbrechen gar, bedeutet dies kein gutes Schicksal für Ihr gemeinsames Glück.

Aber es gibt auch noch andere Traditionen, die sich um die Eheringe ranken. Der Brauch an sich ist uralt: Schon die alten Ägypter und Römer benutzten zum Zeichen der Eheschließung Ringe, die sie am vierten Finger der linken Hand trugen. Sie glaubten, von diesem Finger führe eine Ader direkt zum Herzen, weswegen dieser Finger bis heute als Ringfinger bezeichnet wird.

Heute unterscheiden sich die Traditionen je nach Heimatland. Während die Eheringe in Deutschland traditionell am Ringfinger der rechten Hand getragen werden, ist es in Ländern wie Italien oder auch den USA umgekehrt der Ringfinger der linken Hand. Natürlich ist das kein Naturgesetz und es steht ihnen frei, für ihre Eheringe ebenfalls die linke Hand zu nehmen. Glaubt man den vielen Geschichten und Bräuchen um das Hochzeitsfest, ist der Moment des Ansteckens entscheidend: Hat der Bräutigam Schwierigkeiten, den Ehering dem Finger seiner Angebeteten überzustreifen, wird er in Zukunft einen schweren Stand haben. Gelingt es ihm jedoch mühelos, wird er „die Hosen anbehalten.“

Dies alles macht die Wahl der richtigen Eheringe zu einer wichtigen Entscheidung. Zu bedenken sind dabei gleich mehrere Dinge. So sind die Ringe zunächst einmal keine Anschaffung für eine Saison, sondern für die Ewigkeit gedacht. Sie müssen den Trägern auch nach Jahrzehnten noch gefallen, dementsprechend sollte das Design eher dezent und klassisch gewählt werden. Dies ist vor allem wichtig für Diejenigen, die gerne mehrere Ringe tragen, denn ein auffallender Ehering würde die Kombinationsmöglichkeiten erheblich einschränken.

Weiterhin zu bedenken ist das Material: Dies sollte am besten dem eigenen Haut-Typ entgegenkommen. So wirkt Gold auf brauner bis dunkler Haut am effektvollsten, wohingegen einem blassen Teint am besten mit Weißgold oder Platin gedient ist. Auch Form und Breite tragen zum ästhetischen Eindruck bei. Bei schmalen Händen sieht ein schwerer, breiter Ring deplatziert aus, auch kurzen Fingern tut man damit keinen Gefallen. Auf der anderen Seite darf man kräftigen Händen keinen zu filigranen Ehering antun, denn dieser würde praktisch verschwinden.

Neben dem modischen Aspekt, gibt es auch gesundheitliche Gründe für die Wahl des Materials: Denn Allergiker können auf bestimmte Edelmetalle mit Hautirritationen reagieren. Zwar ist Gold hierfür nur selten bekannt, doch nur Platin ist absolut Allergie-frei.

Wenn auch heutzutage dem Gestaltungswillen keine Grenzen mehr gesetzt sind, so macht erst die richtige Gravur herkömmliche Ringe zu Eheringen: In alter Zeit war es der Dorfschmied, der jedes Paar Eheringe mit einer eigenen Gravur versah, die sie zu Einzelstücken machte. Selbst im schmalsten Ring ist dabei Platz für das Datum und die Vornamen der Verliebten. Soll noch ein Motto oder Schwur hinzugefügt werden, bedarf es etwas mehr Platz. Ganz gleich, wofür sie sich entscheiden, wichtig ist, dass sie beide mit dem Ergebnis wunschlos glücklich sind.

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